Erfolgsbericht

Capgemini unterstützt Geflüchtete beim Berufseinstieg

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Capgemini Deutschland war eines der ersten Unternehmen, die sich auf unserer Plattform für Integration bunt und verbindlich engagierten. Es ist schön zu sehen, dass  viele ihrer Versprechen mittlerweile erfolgreich umgesetzt werden konnten. Über eines davon möchten wir heute berichten. Dazu bedanken wir uns bei Sabine Reuss und Sissy Tongendorff von Capgemini Deutschland für das Zusenden dieses tollen Erfolgsberichts.

Capgemini Bewerbungstraining

„Für die Integration der vielen Geflüchteten in Deutschland gibt es kein Patentrezept. Wir von Capgemini sind vielmehr davon überzeugt, dass wir uns auf verschiedenen Wegen engagieren müssen. Seit etwa einem Jahr unterstützen wir unter dem Dach von Refugees@Capgemini – eine von vielen Maßnahmen – Geflüchtete bei Ihrem Berufseinstieg. Dafür organisieren wir meist in Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen wie Wefugees oder Kiron – Open Higher Education Hilfestellungen für Geflüchtete zum Thema Berufsteinstieg, helfen also beim Schreiben von Lebensläufen und Anschreiben. So kommen wir mit Geflüchteten persönlich ins Gespräch. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben damit die Gelegenheit, sich unkompliziert zu engagieren – auch dann, wenn mal wenig Zeit ist. Wichtig für uns ist, der direkte Kontakt zu Hilfsorganisationen und interessierten Geflüchteten. Deshalb nutzen wir die Plattform bunt und verbindlich für unser Versprechen: „Wir versprechen, ein Bewerbungstraining für Geflüchtete im IT-Umfeld anzubieten, wenn eine Initiative mindestens 10 interessierte Geflüchtete organisiert.”

Ende 2016 lösen wir zwei Versprechen für Bewerbungstrainings in München und Berlin ein

In 2016 haben gleich zwei Organisationen unser Versprechen unterzeichnet und wir haben gerne geholfen: In München organisierten wir gemeinsam mit Wefugees in unseren Büroräumen ein Event, bei dem Geflüchtete rund um den deutschen Arbeitsmarkt beraten werden. Das wunderbare Team von Wefugees hatte dafür die Werbetrommel in Unterkünften für Geflüchtete gerührt und Experten zum Berufseinstieg bei einer Podiumsdiskussion versammelt.

Unsere Kollegin Isabel war als HR-Expertin ebenfalls auf dem Podium und beantwortete Fragen rund um das Arbeitsleben in Deutschland: „Was ist ein 450-Euro-Job?“, „Woher bekomme ich eine Arbeitserlaubnis?“, „Warum muss ich bei den meisten Jobs deutsch sprechen?“ usw.

Etwa fünfzehn weitere Kolleginnen und Kollegen gaben in Einzelgesprächen Tipps zum Lebenslauf und Anschreiben. Die Unterzeichner des Versprechens Refugees on Rails konnten wir zu diesem Event einfach einladen – manchmal passt es einfach gerade zusammen.

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Und auch die Kolleginnen und Kollegen in Berlin haben tatkräftig mitgeholfen: Die Organisation GoVolunteer bot im November gemeinsam mit der Berliner Stadtmission eine Integrationsmesse in einer Unterkunft für Geflüchtete an und unterzeichnete dafür unser Versprechen.

Mit fünf Kolleginnen und Kollegen waren wir sehr spontan an einem Mittwochabend nach der Arbeit dabei. Niemand hatte bislang eine Unterkunft für Geflüchtete von innen gesehen.

Auch hier halfen wir mit unseren Lebenslauf-Checks und erklärten zusätzlich wie ein Berufseinstieg in der IT-Branche aussehen könnte. Praktisch, wenn wir wie auch in München Übersetzer in unseren eigenen Reihen haben. Geflüchtete integrieren wir nämlich, die entsprechenden IT-Skills  vorausgesetzt, gerne mit einem Arbeitsplatz bei uns.

So waren oder sind insgesamt sieben Praktikanten aus Syrien bei uns beschäftigt, zwei davon dürfen wir bereits feste Kollegen nennen – Refugees@Capgemini eben.

Um diesem Willen zur Integration in die Arbeitswelt zusätzlich Schwung zu geben,  haben wir uns auch mit unserem Patenschaftsversprechen im Bündnis wir zusammen verpflichtet. Passend dazu bieten wir in unserem neuesten Versprechen auch Praktikumsplätze für Geflüchtete an.

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Unser Fazit

Helfen kann manchmal doch einfach sein, vor allem dann, wenn es Plattformen wie bunt und verbindlich gibt, denn den Kontakt zu Geflüchteten herzustellen ist für uns nicht immer einfach. Viel zu viel Werbeangebote und dubiose Hilfsangebote lösen bei Geflüchteten manchmal eine gewisse Abwehrhaltung aus. Partnerorganisationen wie Wefugees, GoVolunteer und Kiron helfen uns dabei glaubhaft zu vermitteln, dass bei uns das Engagement für die Gemeinschaft zählt. Für unsere Aktionen haben wir viel positives Feedback bekommen und freuen uns besonders über den persönlichen Austausch mit Geflüchteten. Keiner unserer Kolleginnen und Kollegen kommt so ganz unberührt aus den Gesprächen – unsere Kollegin Barbara findet nach einem Event die schönen Worte:

„Ich bin mir gar nicht sicher, wer hier heute eigentlich mehr vom Gegenüber profitiert hat: Wir oder die Geflüchteten.“ 

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